Selbstliebe ..oder wie wir uns jeden Tag ein Stückchen näherkommen

Keine Frage, Selbstliebe ist ein Trend geworden. Bücher, Zeitschriften und Social Media Posts überhäufen uns mit Tipps und Ratschlägen, die uns alle dringend raten, besser mit uns selbst umgehen. Selbstliebe ist schließlich das Fundament für ein glückliches Leben. Ohne geht es nicht. Erst wenn wir uns selbst lieben, können wir auch andere lieben, eine glückliche Beziehung führen, erfolgreich sein und so weiter. Die Liste möglicher Verbesserungen wird immer länger.

Eine Frau zu sein ist nicht immer leicht. Schon in der Kindheit werden Mädchen anders behandelt als Jungen. Mädchen sollen möglichst ruhig, zurückhaltend und lieb sein und natürlich dabei noch besonders hübsch aussehen. Wir wachsen mit so vielen Erwartungen, Regeln und Grenzen im Kopf auf. Dann kommt die Pubertät und wir fühlen uns einmal mehr so richtig verloren. Doch statt Unterstützung zu erfahren durch andere Frauen, sehen wir einander nur noch als Konkurrenz, als Bedrohung, als Ideal, was es zu erreichen gilt. Häufig wird die Jugend geprägt von Druck, Konkurrenzkampf, Neid, Mobbing und dem generellen Gefühl, dass einen einfach niemand versteht. Dabei möchten wir doch nur geliebt und gesehen werden. Wunsch und Realität sind manchmal so weit auseinander, dass wir gar nicht mehr wissen, wer wir selbst denn nun eigentlich sind und sein möchten. Unsere Körper werden zu Hassobjekten, die verurteilt und bekämpft werden müssen. Wir landen irgendwo zwischen Unzufriedenheit, Selbsthass, Süchten oder Essstörungen und oft beginnt ein jahrelanger Kampf gegen uns selbst. Nie sind wir richtig glücklich, nie wirklich zufrieden, nie stolz auf das, was wir erreicht haben. Nie ist es gut genug. Kommt dir das bekannt vor?

Der Druck, wenn es mit der Selbstliebe nicht funktionieren will

Wenn wir es nicht schaffen, uns bindungslos zu lieben, uns so anzunehmen, wie wir sind, dann erzeugt das zusätzlichen Druck. Nicht nur, dass wir sowieso schon unzufrieden oder unglücklich mit unserem Leben oder uns selbst sind. Nein, nun sind wir auch nicht dazu in der Lage, uns mit Selbstliebe zu begegnen, für uns einzustehen und für uns da zu sein wie eine gute Freundin. Wieder einmal scheitern wir an den Ansprüchen der Gesellschaft und an unseren eigenen. Wie sollen wir so jemals glücklich und erfolgreich werden?

Selbstliebe – was bedeutet das überhaupt?

Sich selbst zu lieben bedeutet, dass man sich genauso annimmt, wie man ist. Mit all seinen Stärken und Schwächen. Erfolge und Niederlagen gehören genauso dazu, wie glückliche und gesunde Tage und Zeiten, in denen wir traurig, einsam oder krank sind. Man verurteilt sich nicht für gemachte Fehler, sondern nimmt sie dankend an und lernt aus ihnen. Man schenkt sich selbst und seinem Körper die Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit, die man gerade braucht. Man bittet um Hilfe, wenn man sie nötig hat, denn man muss nicht alles allein schaffen. Wenn wir uns selbst lieben, dann lassen wir uns nicht mehr alles gefallen, sagen nicht mehr „Ja“, wenn wir eigentlich „Nein“ meinen, aus Angst anzuecken.

So führt Selbstliebe dazu, dass wir nach einem Scheitern, schneller wieder aufstehen und unsere Seele und unser Herz keinen tiefen Schaden nehmen. Wir gehen gelassener mit Stress um, denn wir achten auf die Signale unseres Körpers und setzen klare Grenzen. Wir leben authentischer, denn wer sich selbst liebt, der ist nicht mehr in der Lage, sich zu verstellen, eine Maske zu tragen oder sich für andere zu verbiegen. Selbstliebe ist auch ein Ankommen. Bei sich. Heimat und das wohlige Gefühl, dass gerade alles passt. Dass das eigene Leben genau richtig ist und man selbst die Zügel in der Hand hat. Eine Freiheit, die es gilt, sich zu bewahren.

Die Vergangenheit wirft ihre Schatten

Doch wir sind aufgewachsen in einer Gesellschaft, in der wir Frauen nicht gelernt haben, uns selbst zu lieben. Unsere Mütter und Großmütter lebten in Zeiten, in denen die Frauen wenig zu sagen hatten, in denen sie zugeteilte Aufgaben zu erledigen hatten, wie den Haushalt und die Kindererziehung. Eigene Bedürfnisse, Wünsche, Träume und Ziele gab es nicht oder wenn, dann wurden sie unterdrückt oder auf später verschoben. Für Selbstliebe gab es keinen Platz. In unserer jetzigen Generation haben wir erstmals das Privileg, selbst entscheiden zu können, wie wir leben wollen und wo wir hinwollen. Nicht mehr abhängig von der Gunst eines Mannes, können wir selbst bestimmen, wie unser Leben aussieht. Ob Karriere, Ehefrau und Mutter, beides oder ganz anders.

 Ein unerreichbares Ziel?

Doch wie soll man sich selbst lieben, wenn man es nie gelernt hat? Wenn die Vorbilder fehlen? Wenn Selbstliebe noch immer häufig als egoistisch angesehen wird und Frauen, die zu sich selbst stehen, sehr oft, gerade von anderen Frauen, komisch beäugt oder gar verurteilt werden. Wenn Frauen sich bei der Selbstgeißelung gegenseitig übertrumpfen? Es ist ein Teufelskreis. Je mehr uns suggeriert wird, dass uns Selbstliebe die Heilung bringt und je mehr wir versuchen, dieses Ziel zu erreichen, desto mehr versinken wir in Selbstzweifeln, Vorwürfen und Enttäuschung über uns selbst, wenn wir es wieder nicht schaffen, uns selbst wohlwollend zu begegnen. Ich muss doch erst noch abnehmen oder dieses oder jenes erreichen. Liebe, die habe ich gar nicht verdient. Dafür bin ich zu dick, zu hässlich, zu dumm oder was auch immer wir uns noch so einreden. Unsere Selbstliebe scheint ein unerreichbares Ziel irgendwo in der Zukunft zu sein.

Selbstliebe ist ein Prozess

Selbstliebe ist die Wurzel eines erfüllten und glücklichen Lebens. Durch sie sind wir ganz bei uns, wissen wer wir sind und wohin wir wollen. Doch Selbstliebe ist ein Prozess. Nichts, das von heute auf morgen plötzlich da ist. Sie ist nicht gleichbleibend, sie kommt in Wellen, mal stärker, mal schwächer. Es gibt Tage, da sind wir in der Lage, uns schon morgens ein Lächeln zu schenken, uns die Zeit zu nehmen, die wir brauchen, Dinge zu tun, die uns guttun und auch für uns und unsere Meinung einzustehen. Doch es gibt auch Tage, da sehen wir uns selbst als riesige Baustelle, die es zu beheben gilt. Tage, an denen wir uns selbst einfach so gar nicht leiden können, an denen wir uns unsere Fehler einfach nicht verzeihen können, an denen wir besonders verletzlich sind. Es gibt keinen Knopf, mit dem wir unsere Selbstliebe anschalten können.

Denn viel zu lange wurde uns erzählt, dass wir wertlos sind, wenn wir nicht einem bestimmten Bild entsprechen. Dieses Gefühl der Wertlosigkeit ist so tief in uns verankert, dass wir es nicht einfach so ablegen können. Wir müssen erst wieder lernen, auf unsere eigene innere Stimme zu hören, auf unsere Intuition zu vertrauen und lernen, wir selbst zu sein. Schritt für Schritt nehmen wir unser Leben selbst in die Hand und gehen los. Viele kleine Schritte und Veränderungen führen uns zum Ziel. Ein nicht einfacher, aber, und da haben all die Ratgeber recht, ein sehr lohnenswerter.

Am Ende steht der erste Schritt

Du darfst den Druck rausnehmen, dich jeden Tag selbst lieben zu müssen, denn sich selbst zu lieben heißt auch, dass wir nicht perfekt sein müssen. Es bedeutet, dass wir uns auf den Weg einlassen und uns darin bestätigen, dass wir verdient haben, ihn zu gehen. Dass wir alte Glaubenssätze aufdecken, die uns bisher davon abgehalten haben, liebevoll mit uns selbst umzugehen. Dass wir unsere Vergangenheit anerkennen und würdigen und uns selbst verzeihen, denn wir wussten es einfach nicht besser. Dass wir akzeptieren, dass der Weg steinig sein kann und deshalb nicht verzweifeln, wenn es mal nicht so gut läuft. Und uns auch über kleine Erfolge freuen. Und so kommen wir uns selbst und unserer Liebe jeden Tag ein Stückchen näher.

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Gib dir endlich selbst den Stellenwert, den du verdient hast und lass uns noch heute anfangen!

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